Vorstellung: Moderner Fünfkampf

 

Moderner Fünfkampf

 

Piktogramm Moderner Fünfkampf

©DOSB/Sportdeutschland

Ein Sport für Kinder ab 8 Jahren.

 

Zeitaufwand: ca. 2 – 54 Stunden pro Woche.
jährliche Kosten: ca. 200 bis 800 Euro
Weitere Infos: Wie viele Vereine gibt es? Wo kann man Moderner Fünfkampf betreiben? Welche Ausrüstung benötigt man? Gibt es eine Nationalmannschaft? Weiterlesen, hier bei Tinongo.

Echte Vielseitigkeit

 
Ähnlich wie Triathlon ist der Moderne Fünfkampf ein Vielseitigkeitssport. Allerdings werden hier nicht nur drei, sondern 5 unterschiedliche Disziplinen miteinander kombiniert, die sehr unterschiedliche Anforderungen an die Athleten stellen. Ein weiterer Unterschied ist, dass die einzelnen Wettkämpfe nicht direkt hintereinander, sondern mit Unterbrechungen von ca. 1 Stunde ausgetragen werden.

Beim Modernen Fünfkampf messen sich die Sportler meist zuerst im Schwimmen, anschließend im Fechten (die Reihenfolge gerade dieser beiden Disziplinen kann auch variieren), dann im Reiten und abschließend im „Laser Run“, also im kombinierten Wettkampf Laufen und Schießen, früher „Combined“ genannt. In jedem Wettkampf können Punkte errungen werden, die anschließend in Sekunden umgerechnet werden. Beim Laser Run startet dann der Sportler mit den meisten Punkten zuerst. Der mit den zweitmeisten Punkten als Zweiter und zwar so viele Sekunden später, wie er Punkte weniger hat. Somit ist dann derjenige, der die Ziellinie als erster Überquert, auch der Gesamtsieger.

Beim Laser Run kann das komplette Teilnehmerfeld noch einmal auf den Kopf gestellt werden. Während des Laufens gibt es 4 Schießwettbewerbe, ähnlich wie beim Biathlon. Allerdings mit einem deutlichen Unterschied. Während man beim Biathlon in der Regel fünf Schuss für fünf Zielscheiben hat und jeder Fehlschuss mit Strafrunden oder Zeitstrafen geahndet wird, hat man beim Laser Run für die einzelnen Schießstationen jeweils 50 Sekunden Zeit. In dieser Zeit darf so oft geschossen werden, wie der Sportler möchte. Nach fünf Treffern darf er sofort weiterlaufen. Geschossen wird mit sogenannten Laserpistolen, also nicht mit scharfen Waffen.

Der perfekte Athlet

 
Bereits in der Antike gab es einen Fünfkampf bei den olympischen Spielen. Dieser setzte sich aus Laufen, Springen, Speerwurf, Diskuswurf und Ringen zusammen. Der Moderne Fünfkampf orientierte sich an diesem „Penthatlon“ und wurde speziell für die olympischen Spiele 1912 in Stockholm entwickelt. Ziel war es, mit 5 sehr unterschiedlichen Disziplinen, die sowohl Ausdauer, als auch Konzentration, Koordination und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier umfassten, einen Sport für den „perfekten Athleten“ zu erschaffen.

Auch wenn der Moderne Fünfkampf mit sehr interessanten unterschiedlichen Disziplinen punkten kann, tut er sich in der Publikumsgunst relativ schwer. Zwar finden gerade bei den olympischen Spielen sowohl die Schwimm- und Laufwettkämpfe, als auch das Reiten großen Anklang, in der Kombination fehlt jedoch die Unterstützung der breiten Masse. Das hatte leider zur Folge, dass der Moderne Fünfkampf bei den olympischen Spielen immer wieder auf der Kippe stand. Die hohen Aufwände für die Wettkampfstätten stünden nicht im Verhältnis zu dem relativ geringen öffentlichen Interesse. Ein Schicksal, welches Moderner Fünfkampf immer wieder mit anderen sehr interessanten Sportarten teilt. Sowohl Hockey, als auch Ringen standen immer wieder einmal auf der Liste der gefährdeten Sportarten.

Leider zählt beim IOK (Internationales Olympisches Komitee), immer weniger der olympische Grundgedanke „dabei sein ist alles“. Immer mehr steht die reine Kommerzialisierung im Mittelpunkt.

Auch bedingt durch einige Regeländerungen gehört der Moderne Fünfkampf aber mittlerweile zu den olympischen Kernsportarten. Seine Zukunft bei den Olympischen Spielen ist damit also erst einmal gesichert.

Wenn ihr mehr über den Sport erfahren wollt, welche Kosten damit verbunden sind, welche Ausrüstung man benötigt und welche Karriere man machen kann, dann findet ihr hier bei Tinongo dazu noch mehr Informationen.

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