Vorstellung: Kegeln

 

Kegeln

 

Piktogramm Kegeln

©DOSB/Sportdeutschland

Ein Sport für Kinder ab 8 Jahren.

 

Zeitaufwand: ca. 2 – 4 Stunden pro Woche.
jährliche Kosten: ca. 50 bis 200 Euro
Weitere Infos: Wie viele Vereine gibt es? Wo kann man Kegeln betreiben? Welche Ausrüstung benötigt man? Gibt es eine Nationalmannschaft? Weiterlesen, hier bei Tinongo.

Ein umwerfender Sport

 
Schon auf Kindergeburtstagen ist dies eine beliebte Party-Beschäftigung. Kegeln. Zwei Stunden vergehen wie im Flug und Groß und Klein haben gemeinsam Spaß. Die Regeln sind denkbar einfach (wer am meisten Kegel umwirft gewinnt) und sollte jemand mal „alle Neune“ werfen, ist der Jubel groß. Neben dieser Art der Freizeitbeschäftigung denken viele bei Kegeln leider auch schnell an die „Kegelausflüge“, die einem ab und an am Flughafen begegnen und die auf ihren Flieger nach Mallorca warten.

Kaum einer denkt bei Kegeln an Leistungssport. Dabei verlangt Kegeln von den Sportlern weitaus mehr ab, als man vielleicht auf den ersten Blick glaubt. Eine gute Ausdauer ist unabdingbar, immerhin werfen Sportkegler im Wettkampf bis zu 200 Wurf hintereinander. Dabei darf aber weder die Technik, noch die mentale Stärke schwächeln, denn Kegeln ist ein Präzisionssport. Ohne Technik kein Erfolg.

Dabei wird Kegeln sowohl als Einzelsport, als auch als Mannschaftssport betrieben.

Vom Knochen zum Kegel

 
Schon die Germanen und wahrscheinlich sogar schon die Ägypter spielten Spiele, die dem heutigen Kegeln nicht unähnlich waren. Die Germanen warfen dabei mit Steinen auf Knochen, statt mit Kugeln auf Kegel. Aber das Prinzip war das gleiche.

Später entwickelte sich Kegeln mehr und mehr zu einem Wettspiel. Die Einsätze stiegen und Kegeln wurde zwischenzeitlich in England, Frankreich, Deutschland und Amerika verboten. Ein Versuch, das Glücksspiel einzudämmen. Der Beliebtheit tat dies jedoch keinen Abbruch. Allerdings wurde man auch sehr kreativ, um dieses Verbot zu umgehen. Bowling ist das Resultat dieser Kreativität.

Selbst in Klöstern wurde gekegelt und das, obwohl solche Spiele damals als Gotteslästerung galten. Aber die Kirche war schon immer erfinderisch, die eigenen Regeln zu interpretieren. Kurzerhand bekamen viele Kegel eine Figur. Sie wurden in Dämonen verwandelt und das Kegelspiel kurzerhand umbenannt in „Heidentöten“. Was sollte Gott jetzt wohl noch dagegen haben.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Dachverband der Kegler in Deutschland gegründet und 1923 wurde die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Einen regelrechten Kegelboom löste dann die Erfindung und Einführung von Kegelstellautomaten aus. Die bis dahin nötigen Kegeljungs, die sich etwas Geld dazu verdienten, in dem sie zwischen den Würfen die Kegel wieder aufstellten und die Kugeln zurückbrachten, wurden obsolet. Auch dies ein wichtiger Grundstein, um den Leistungssport besser ausüben zu können.

Wenn ihr mehr über den Sport erfahren wollt, welche Kosten damit verbunden sind, welche Ausrüstung man benötigt und welche Karriere man machen kann, dann findet ihr hier bei Tinongo dazu noch mehr Informationen.

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