FAQs

Fragen zu Tinongo

Die Vergleichbarkeit beruht auch darauf, dass es sich bei Übersichten um Selbstauskünfte der Sportverbände handelt. Insgesamt haben wir ca. 100 Verbände (durchaus mehrfach) kontaktiert. Viele haben sich sehr schnell mit der Idee von Tinongo identifizieren können und haben mitgemacht. Leider gibt es aber auch einige Verbände, die sich hier deutlich weniger engagieren. Wir bleiben aber dran.
Ich bin für jede Hilfe dankbar. Wenn du also deinen Sport vermisst, dann schreib mir ruhig eine eMail und ich schaue nach, ob ich schon in Verbindung mit dem Verband stehe. Wenn du selbst im Verband tätig bist, dann kann ich dir auch gerne dazu einen Fragebogen zukommen lassen.
Bei vielen Sportarten sind die Beiträge in den einzelnen Vereinen sehr unterschiedlich. Das kann mehrere Gründe haben. Je kleiner ein Verein ist, um so weniger Mitglieder müssen die Grundkosten tragen und somit hat jeder einen höheren Anteil. Je erfolgreicher die Top-Sportler eines Vereins sind, um so höhere Ausgaben hat der Verein oftmals für diese. Müssen hauptamtliche Trainer bezahlt werden, oder läuft vieles über Ehrenämter. Fragen Sie immer in einem Verein in Ihrer Nähe nach, wie die Kostenstruktur dort ist. Die Kosten auf Tinongo können nur eine grobe Angabe zur allgemeinen Einschätzung sein.
Die Altersangaben sind eine Selbsteinschätzung der Sportverbände, ab wann es sinnvoll ist, mit diesem Sport zu beginnen. Hier gibt es sicherlich Schwankungen von Verein zu Verein, daher empfehlen wir immer, diese Altersangaben als Richtwert zu sehen und sich dann in einem Verein vor Ort zu erkundigen, wie es dort gehandhabt wird.

Fragen zur Wahl des Sports

Die meisten Sportvereine bieten Schnuppertrainings oder Probemitgliedschaften an. Es lässt sich allerdings nicht verallgemeinern, wie und in welchem Umfang. Wenn Ihr Kind sich für eine Sportart interessiert, nehmen Sie in jedem Fall direkt Kontakt zu den Vereinen im Umkreis auf und fragen gezielt nach.
Das kommt immer darauf an, was man in einem Sport erreichen möchte. Grundsätzlich ist man niemals zu alt, um einen Sport zu erlernen und Spaß daran zu haben. In vielen Sportarten gibt es Elterngruppen, die erst durch ihre Kinder zu dem Sport gekommen sind und diesen erst als Erwachsene erlernen. Wenn man Leistungssportler werden möchte, so muss man sich natürlich schon früher spezialisieren, aber grundsätzlich gilt aus sportpsychologischer Sicht: Breite Basis für die ersten 12 Jahre - Mindestens bis zur weiterführenden Schule sollte im Vordergrund stehen, vielfältige und anreichernde Bewegungsabläufe im Sport zu fördern. In der Regel kommen Kinder diesem Anspruch allein durch die Anforderungen im Schulunterricht und privaten Alltag nach. Sie lernen Laufrad und Rad zu fahren, zu schwimmen und werden in Ansätzen mit Turnen, Leichtathletik und Ballsportarten konfrontiert. Wirksamkeit und Kontrolle über den eigenen Körper und Sportgerät zu erleben, ist hier das wichtige Prinzip. Dafür sich selbst Wertschätzung zu geben oder von anderen zu erlangen, stabilisiert das Erleben von Selbstwert. Spezialisierung erst ab der späten Kindheit und Pubertät - Viele Sportarten bestechen durch spezielle Bewegungsabläufe, die viel Übung verlangen, wenn sie auf hohem Niveau betrieben werden sollen. Voraussetzung dafür ist auch, dass Kinder in der Lage sind, sich kognitiv und emotional diesem Prozess widmen zu können. Ohne Konzentration und Frustrationstoleranz kommt da keiner weit, zumal intensiv zu betreibende Sportarten auch viel Zeit in Anspruch nehmen! Daher ist zu empfehlen, eine Spezialisierung und folgende Intensivierung erst ab der Pubertät anzudenken.
In der Regel zeigt sich recht schnell, ob zumindest ein grundsätzlicher Spaß an einer Sportart besteht. Meist schon bei einem ersten Schnuppertraining. Sicherlich wird es hier immer wieder Höhen und Tiefen geben, bei denen Sie Ihr Kind begleiten sollten.
Beobachten Sie Ihr Kind genau und sprechen Sie mit Ihm. Es wird auch immer Phasen geben, in denen der Sport weniger Spaß macht. Hier ist es wichtig, dass Sie eine gute Balance finden. Auf der einen Seite sollte man dem Kind durchaus vermitteln, dass man auch mal andere Dinge hinten anstellen muss oder man sich mal durch eine etwas schwierigere Phase durchbeißen muss. Andererseits sollten Sie Ihr Kind auch nicht zu einem bestimmten Sport zwingen, wenn es wirklich keine Lust mehr hat. Machen Sie sich aber keine Gedanken, wenn Sie einen Sport abbrechen. Viele Kinder wechseln auch mehrfach die Sportart, bis sie wirklich "ihre" Sportart gefunden haben.
Versuchen Sie weniger, das Fachliche zu bewerten. Hier sollten Sie den Trainern vertrauen, dass sie in der Regel mehr Ahnung vom Sport haben, als Sie. Achten Sie viel mehr darauf, wie die Trainer mit den Kindern umgehen. Gehen Sie auf die Kinder ein? Versuchen Sie, neue Kinder zu integrieren, ohne die anderen zu vernachlässigen? Sind genügend Trainer da?
Das ist sogar sehr gut. Gerade bei den kleineren Kindern (zwischen 3 und 7 Jahren), sollte der Fokus im Training auf einem allgemeinen sportlichen Ansatz liegen und weniger in einem reinen Fokus auf die Sportart. In diesem Alter ist es wichtig, dass die Kinder Spaß an Sport an sich bekommen und sich diesen Spaß erhalten. Training mit reinem sportartspezifischem Inhalt kann dazu führen, dass Kinder diesen Spaß verlieren. Es ist also okay, wenn im Handballtraining auch Fangen, Blinde Kuh oder gar Fußball gespielt wird. Die Sportart selbst sollte dann von Jahr zu Jahr mehr in den Mittelpunkt rücken.
Das ist durchaus nachvollziehbar und auch nicht verkehrt. Natürlich nicht bei einem Schnuppertraining, denn da sollten auch Sie als Elternteil ein Gefühl bekommen können. Danach ist es aber durchaus legitim und hat nachvollziehbare Gründe. Zum einen neigen viele Eltern leider dazu, selbst als "persönlicher Trainer" zu fungieren. Das hilft aber leider niemandem, auch nicht Ihrem Kind. Daher schützt der Trainer Sie und Ihr Kind vor diesem Verhalten. Außerdem machen viele Kinder anders mit, wenn die Eltern daneben stehen. Entscheidungen des Trainers werden durch fragende Blicke zu den Eltern abgesichert, es wird sich über Übungen, Mitspieler oder Trainer bei den Eltern beschwert. Die Erfahrung zeigt, dass das Training in der Regel allen Beteiligten mehr Spaß macht, wenn es ohne Ablenkung und in Ruhe durch die Vereinstrainer gehalten werden kann.
Ja, zum Beispiel Kinderturnen bzw. für die Kleineren auch Mutter-Kind-Turnen in jedem Turnverein. Hier geht es nicht darum, gezielt einen Sport (z.B. Turnen) zu erlernen, sondern ein grundsätzlich positives Körpergefühl zu entwickeln und eine motorische Grundausbildung zu schaffen. Egal welchen Sport Kinder später wählen, eine solche Grundlagenausbildung ist für jeden anderen Sport unglaublich hilfreich. Kinderturnen kann man sogar schon mit Kleinkindern beginnen. Daneben bieten Schwimmvereine, Schwimmschulen und Schwimmbäder auch Mutter-Kind-Schwimmen für die ganz Kleinen ab etwa 3 Monaten an. Hier geht es nicht darum, schwimmen zu lernen, da die motorischen Fähigkeiten dafür erst ab etwa 5 Jahren gegeben sind. Es geht hierbei mehr um die Bindung zwischen Mutter (oder Vater) und Kind und darum, das Vertrauen in das Element Wasser nicht zu verlieren. Der Auftrieb des Wasser vereinfacht auch viele Bewegungen, wodurch Babys so schon einige Bewegungen gelingen können, die sie sonst nicht ausführen können.
Grundsätzlich ist Sport erst einmal gesund. Bei fast allen Sportarten überwiegt der positive Effekt des Sports bei weitem etwaige Verletzungen. Spätfolgen treten bei den meisten Sportarten erst dann auf, wenn man den Sport als Leistungssport betreibt. Durch die dann deutlich überdurchschnittliche Belastung treten vor allem Verschleißerscheinungen besonders beanspruchter Körperregionen auf. Im Breitensport sind Spätfolgen eher die Ausnahme.

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